Beraterhaftung

Im Mittelpunkt der Beraterhaftung steht die Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 06.07.1993. Darin geht es vor allem um den Abschluss eines Anlageberatungsvertrages zwischen Anleger und Wertpapierdienstleistungsunternehmen.

Tritt ein Anlageinteressent an eine Bank oder der Anlageberater einer Bank an einen Kunden heran, um über die Anlage eines Geldbetrages beraten zu werden bzw. zu beraten, so wird das darin liegende Angebot zum Abschluss eines Beratungsvertrages stillschweigend durch die Aufnahme des Beratungsgesprächs angenommen.

Diese Entscheidung des BGH ist deshalb so wichtig, weil sie im Falle einer Pflichtverletzung eine Schadensersatzpflicht aus § 280 BGB herleitet. Demgegenüber ist ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen bei Erteilung eines Rates oder einer Empfehlung nach § 675 Absatz 2 BGB nicht zum Ersatz des sich aus der Befolgung des Rates oder der Empfehlung ergebenden Schadens verpflichtet.

Im Haftungsrecht geht es immer wieder um die folgenden Tätigkeiten:

  • Anlageberatung
  • Ausführung von Geschäften
  • Termingeschäfte
  • Vermögensverwaltung